
Bevor unser junger HTL-Absolvent Thomas Feichtl sein Bauingenieurstudium an der TU Wien antritt, konnte er noch praktische Erfahrung bei einer spannenden statischen Untersuchung sammeln: Im Auftrag einer niederösterreichischen Gemeinde wird aktuell die Tragfähigkeit einer rund 12 Meter spannenden Decke überprüft. Die Decke gehört zu einem Veranstaltungssaal, der künftig möglicherweise intensiver genutzt werden soll.
Zu Beginn wurde die Decke sowohl von unten als auch von oben begutachtet, um sich ein genaues Bild vom Bestand zu machen. Für die statische Beurteilung ist nicht nur die sichtbare Bauweise entscheidend – vor allem die vorhandene Bewehrung spielt eine zentrale Rolle bei der Traglastabschätzung.
Um die Bewehrungslagen zerstörungsfrei zu erfassen, wurde ein Hilti Ferroscan eingesetzt. Dieses Messgerät erlaubt es, Bewehrungsdurchmesser und -lagen zu detektieren und grafisch darzustellen. Die gewonnenen Daten dienen als Basis für die nachfolgende statische Berechnung.
Auf Grundlage der gesichteten Geometrie und der gemessenen Bewehrungsdaten wird ein statisches Computermodell der Decke erstellt. Dieses Modell ermöglicht es, die Spannungsverläufe zu berechnen und Rückschlüsse auf die vorhandene Traglastreserve zu ziehen.
Da die Messergebnisse des Ferroscans – etwa bei sehr dichter Bewehrung oder begrenzter Eindringtiefe – nicht immer eindeutig sind, wird die Decke punktuell geöffnet, um die tatsächliche Bewehrung zu verifizieren. Erst nach dieser Überprüfung kann eine belastbare Aussage zur Tragfähigkeit und etwaigen Nutzungsreserven getroffen werden.
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