
Was die Kontrolle am Bau kostet – und weshalb der Bauführer etwas anderes ist.
Kurz gesagt
Eine Örtliche Bauaufsicht (ÖBA) kostet bei einem herkömmlichen Einfamilienhaus rund 44.000 € brutto und ist dabei freiwillig. Pflicht ist bei bewilligungspflichtigen Bauten dagegen der Bauführer nach § 25 NÖ Bauordnung 2014. Er überwacht, dass gebaut wird, was bewilligt ist. Die Bauaufsicht hingegen kontrolliert für Sie als Bauherrn Qualität, Gewerke, Rechnungen und Abnahme; die schlankere Bauherrenbegleitung kostet 7.200–12.000 € brutto.
Von DI Franz Grassl
9 Min. Lesezeit
Stand: Oktober 2026 · alle Preise inkl. 20 % USt.

Die Kontrolle, die Sie als Bauherr selbst beauftragen.
Die Örtliche Bauaufsicht arbeitet für Sie als Bauherrn: Dabei kontrolliert sie die Ausführung, prüft Rechnungen, begleitet die Abnahme und verfolgt Mängel. Im privaten Bereich ist sie nicht verpflichtend; Sie beauftragen sie also freiwillig.
Der Bauführer ist Pflicht, die Bauaufsicht dagegen arbeitet für Sie.
Der Bauführer überwacht, dass gebaut wird, was bewilligt ist – das ist Pflicht. Die Örtliche Bauaufsicht (kurz ÖBA) ist dagegen freiwillig und kontrolliert für Sie Qualität, Gewerke, Rechnungen und Abnahme. Die Bauleitung schließlich organisiert den Bau – das macht die Baufirma. Drei Rollen, also drei Interessen.
Den Bauführer verlangt § 25 Abs 2 NÖ BO 2014 bei bewilligungspflichtigen Vorhaben (mit wenigen Ausnahmen, zum Beispiel großen Heizanlagen). Abschließend bescheinigt er die bewilligungsgemäße und lagerichtige Ausführung für die Fertigstellungsanzeige. Der WKO-Praxisleitfaden nennt diese Bescheinigung sogar einen „zwingenden Bestandteil“ der Anzeige (mehr im Ratgeber Fertigstellungsanzeige in NÖ). Qualität und Rechnungen prüft der Bauführer jedoch nicht. Das ist übrigens die häufigste Verwechslung am Telefon: Bauführer ist nicht Bauaufsicht.

Sobald Firmen für Sie bauen – und bevor etwas zugeschüttet ist.
Wenn Sie mit Firmen oder einem Generalunternehmer bauen und die Ausführung nicht selbst beurteilen können. Denn die Firma, die baut, prüft sich nicht selbst. Mängel zeigen sich sonst oft erst nach Jahren, wenn sie längst zugeschüttet, verputzt oder verfliest sind.
Darüber hinaus liegt die Kostenkontrolle normalerweise bei Ihnen. Es sei denn, Sie beauftragen eine Örtliche Bauaufsicht. Dann prüft sie die Rechnungen und schützt Sie vor Überzahlungen.
Im Video: Baumeister DI Franz Grassl zeigt, wann Kontrolle ansetzen muss – bevor etwas zugeschüttet, verputzt oder verfliest wird. Dazu gehören Maß, Plan, Foto, Protokoll.
In Prozent der Baukosten: je größer der Bau, desto geringer der Satz.
Wenn Sie ein herkömmliches Einfamilienhaus bauen, rechnen Sie bei Grassl mit rund 44.000 € brutto für die vollumfängliche Bauaufsicht. Die Spanne reicht dabei von 24.000 € für ein kleineres Einfamilienhaus bis etwa 220.000 € für einen Kindergarten oder eine Schule.
Kleineres Einfamilienhaus
ab24.000 €Preis inkl. 20 % USt.
Herkömmliches Einfamilienhaus
rund44.000 €Preis inkl. 20 % USt.
Kindergarten oder Schule
bis etwa220.000 €Preis inkl. 20 % USt.
Vollumfängliche Örtliche Bauaufsicht. Richtwerte der Dipl.-Ing. Franz Grassl GmbH, Stand Oktober 2026.
Berechnet wird regulär in Prozent der Baukosten: Je größer die Baukosten, desto geringer der Prozentsatz. Enthalten sind die vollständige Betreuung der Ausführung, Dokumentation und Rechnungsprüfung sowie Abnahme und Mängelverfolgung. Einen Richtwert für Ihr Vorhaben nennen wir Ihnen deshalb im Rückruf.
Die bezahlbare Kontrolle zu vorher vereinbarten Meilensteinen.
Die bezahlbare Variante der Kontrolle, oft auch als Baubegleitung gesucht: Wir begehen Ihre Baustelle zu vorher vereinbarten Meilensteinen, dokumentieren Mängel, rügen sie und verfolgen die Behebung. Für ein Einfamilienhaus kostet das 7.200–12.000 € brutto – das heißt, bei einem Haus um 500.000 € rund 1,4 bis 2,4 Prozent.
Begehung zu Meilensteinen
Die fünf Kontrollpunkte – dort, wo Fehler teuer werden

Ein Fall aus dem Baualltag: die Isolierung über Schlamm.
Spätestens bei dem Fehler, den danach niemand mehr sieht. Ein Fall aus dem Baualltag: Bei den Isolierarbeiten gegen Feuchtigkeit wurde die Isolierung über Schlamm auf das Mauerwerk gezogen – und zwar ohne Verbindung zum Mauerwerk. Sobald ein Steinchen sie aufsticht, dringt Wasser ein. Aber erst, wenn alles fertig ist.
Der Fall im Detail
Die Folge wären dann Grabungsarbeiten gewesen und ein zerstörter neuer Garten, nur um den Fehler zu finden. Doch die Kontrolle hat ihn vor dem Zuschütten gesehen. Zum Vergleich: Die Sanierung eines feuchten Kellers kostet rund 30.000 € – also deutlich mehr als eine Bauherrenbegleitung für das ganze Haus. Darin enthalten sind die Kosten für Grabungsarbeiten, das Auffinden des Fehlers, das Neuisolieren, das Erneuern der Dämmung, das Zuschütten sowie das Wiederherstellen von Garten und Außenanlagen.
Einreichplan, Statik, Bauführung sowie Bauaufsicht aus einem Büro.
Ing. Michaela Lintner leitet bei uns sowohl Bauaufsicht als auch Ausschreibungen – im Haus „die Grande Dame des Baumanagements“. Zudem begleitet sie gemeinsam mit Bernadette Schulz die Baustellen. Die Bauführung hingegen übernimmt DI Franz Grassl selbst.
Referenzen: die Örtliche Bauaufsicht für zwei Kindergärten im Bezirk Korneuburg (siehe Praxisfall), die Kontrolle der AKH-Fassade in 100 m Höhe durch Thomas Feichtl und Sarah Wittenberger sowie die begleitende Kontrolle der Fertigstellung eines Wohnhauses im Auftrag der Raiffeisenbank durch Bernadette Schulz. Einreichplan, Statik, Bauführung und Bauaufsicht kommen aus einem Büro – dadurch entfällt die Koordination zwischen drei Büros.
Drei Stufen der Kontrolle im Vergleich.
Ob Bauführung, Bauherrenbegleitung oder Örtliche Bauaufsicht zu Ihrem Bau passt, zeigt die Übersicht:
| Bauführung im Abo | Bauherrenbegleitung | Örtliche Bauaufsicht | |
|---|---|---|---|
| Was | bewilligungsgemäße und lagerichtige Ausführung, Sicherheit, Fertigstellungsanzeige | Stichproben zu vereinbarten Meilensteinen, Mängel dokumentieren und verfolgen | vollständige Ausführungsbetreuung, Dokumentation, Rechnungsprüfung, Abnahme |
| Für wen | Selbstbauer, Baufirma ohne Konzession – gesetzliche Pflicht | Bauen mit Firmen, begrenztes Budget, klare Meilensteine | größere Projekte, Gemeinden und Institutionen, Bauherren, die das Komplettpaket wollen |
| Preis (brutto) | 54 € pro Woche; Erst- und Schlussbegehung samt Fertigstellungsanzeige 1× inklusive, Zwischenkontrolle per Foto; Begehungen während des Baus nach Aufwand, rund 360 € je Begehung (meist etwa 4 je Bau) | 7.200–12.000 € je Einfamilienhaus | 24.000 bis etwa 220.000 € je nach Projektgröße, Einfamilienhaus rund 44.000 € |
| Rechtsgrundlage | § 25 NÖ BO 2014 | Vertrag | Vertrag (Leistungsbild ÖBA) |
| Bei Grassl | DI Franz Grassl | Michaela Lintner, Bernadette Schulz | Michaela Lintner, Bernadette Schulz und Team |

Aus der Praxis
Termintreu zum Schulbeginn, im Kostenrahmen
Örtliche Bauaufsicht für zwei Kindergärten im Bezirk Korneuburg. Das Timing war dabei entscheidend: Zum Schulbeginn waren die Kinder zeitgerecht im neuen Holzzubau. Und das alles im Kostenrahmen, obwohl dieser bei großen Projekten oft schwer einzuhalten ist.
4,9
Durchschnittlich 4,9 von 5 Sternen aus 36 Google-BewertungenStand 10/2026
Drei Stimmen im Original:
„Ich war sehr beeindruckt von der Leistung und vom Engagement von Herrn Grassl und seinem Team. Gute Betreuung, kompetente Beratung und ausgezeichnete Ausführung des Projektes.“
Mitra K., Google-Rezension, Jänner 2026
„Besonders beeindruckt hat uns sein Engagement: Er ging auf unsere Wünsche ein, erklärte technische Details verständlich und reagierte prompt auf Rückfragen.“
Renate S., Google-Rezension, Oktober 2025
„Besonders schätze ich seine Zuverlässigkeit und die transparente Kommunikation. Er hat immer eine passende Lösung parat und bringt dabei eine angenehme Ruhe in jedes Projekt.“
Thomas M., Google-Rezension, Jänner 2025
Kostenlose Checkliste

Wer kontrolliert die, die bauen?
PDF · 4 Seiten · 16 Punkte
mit drei Stufen der Kontrolle und Preisen
Die Punkte, an denen es am Bau teuer wird – und wie Sie sie kontrollieren, bevor zugeschüttet, verschlossen oder bezahlt ist. Vom Fundament bis zur Abnahme.
Nein, im privaten Bereich ist die Örtliche Bauaufsicht nicht verpflichtend; Sie beauftragen sie also freiwillig. Pflicht ist dagegen bei bewilligungspflichtigen Vorhaben der Bauführer nach § 25 Abs 2 NÖ Bauordnung 2014. Er überwacht, dass gebaut wird, was bewilligt ist – nicht Qualität und Rechnungen.
Nur in einem Punkt: Der Bauführer überwacht, dass die Firma bewilligungsgemäß, lagerichtig und sicher baut. Qualität, Gewerke und Rechnungen kontrolliert er jedoch nicht – das macht die Örtliche Bauaufsicht, eine eigene Leistung, die Sie zusätzlich beauftragen.
Die Bauleitung gehört zur Baufirma und organisiert dort den Bau. Die Örtliche Bauaufsicht hingegen arbeitet für Sie als Bauherrn: Sie kontrolliert die Ausführung, prüft Rechnungen, begleitet die Abnahme und verfolgt Mängel.
Der Bauführer überwacht, dass gebaut wird, was bewilligt ist – das ist Pflicht. Die Örtliche Bauaufsicht (kurz ÖBA) ist dagegen freiwillig und kontrolliert für Sie Qualität, Gewerke, Rechnungen und Abnahme. Die Bauleitung schließlich organisiert den Bau – das macht die Baufirma.
Für ein herkömmliches Einfamilienhaus rund 44.000 € brutto, sofern Sie die vollumfängliche Bauaufsicht beauftragen. Die Bauherrenbegleitung mit Kontrollen zu vereinbarten Meilensteinen kostet hingegen 7.200–12.000 € brutto je Einfamilienhaus (Richtwerte der Dipl.-Ing. Franz Grassl GmbH, Stand Oktober 2026).
Ja, die Bauherrenbegleitung: Wir begehen Ihre Baustelle zu vorher vereinbarten Meilensteinen, dokumentieren Mängel, rügen sie und verfolgen die Behebung. Dafür zahlen Sie bei einem Einfamilienhaus 7.200–12.000 € brutto (Richtwerte der Dipl.-Ing. Franz Grassl GmbH, Stand Oktober 2026).
Immer dort, wo Fehler teuer werden: Fundament, Rohbau, Dach, Installationen vor dem Verschließen und Abnahme. Legen Sie diese Termine im Vertrag fest – Kontrolle, die nicht terminiert ist, findet nicht statt.
Normalerweise Sie selbst als Bauherr – außer Sie beauftragen eine Örtliche Bauaufsicht: Dann prüft sie die Rechnungen, bevor sie bezahlt werden, und schützt Sie vor Überzahlungen. Nachträge sind dabei der häufigste Kostentreiber.

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